
Claudio Bohórquez, geboren und aufgewachsen in Deutschland. Erster Violoncellounterricht im Alter von acht Jahren. Jungstudent bei Prof. David Geringas an der Musikhochschule Lübeck und bei Prof. Hans-Christian Schweiker an der Hochschule für Musik Köln/Abteilung Aachen. Ab 1994 Violoncellostudium bei Prof. Boris Pergamenschikow zunächst an der Hochschule für Musik Köln, dann an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin. Zahlreiche Preise und Auszeichnungen bei internationalen Wettbewerben u. a. Grand Prix, Sonderpreis und zweijährige Leihgabe des Goffriller-Cellos von Pablo Casals bei der International Pablo Casals Cello Competition der Kronberg Academy 2000 sowie 1. Preis beim Concours de Genève International Music Competition. Konzerte mit der Sächsischen Staatskapelle Dresden, dem Gewandhausorchester Leipzig, fast allen deutschen Rundfunkorchestern, dem Württembergischen Kammerorchester Heilbronn, den Wiener Symphonikern, dem Collegium Musicum Basel, dem Orchestre de Paris, dem Orchestre Philharmonique de Radio France, dem Orchestre de Toulouse, dem Orchestre de la Suisse Romande, dem Tonhalle-Orchester Zürich, der Academy of St. Martin in the Fields, dem Czech Philharmonic Orchestra, dem Russian National Orchestra und den Warsaw National Philharmonic Orchestra. In Japan Auftritte mit dem NHK Symphony Orchestra Tokyo und mit dem Tokyo Philharmonic Orchestra und in den USA mit dem Boston Symphony Orchestra, Chicago Symphony Orchestra, Cleveland Orchestra, Detroit Symphony Orchestra, Los Angeles Philharmonic Orchestra, National Symphony Orchestra und Philadelphia Orchestra. In der Saison 2010/11 Konzerte mit dem Berner Symphonieorchester unter Michael Sanderling und Silvesterkonzert des Konzerthausorchesters Berlin unter Lothar Zagrosek. Zusammenarbeit mit Dirigenten wie Daniel Barenboim, Rafael Frühbeck de Burgos, Jonathan Darlington, Thomas Dausgaard, Christoph Eschenbach, Hans Graf, Ruben Gazarian, Manfred Honeck, Yakov Kreizberg, Sir Neville Marriner, Krzysztof Penderecki, Leonard Slatkin, Eiji Oue, Tugan Sokhiev, Lothar Zagrosek und David Zinman. Zu Gast bei verschiedenen Festivals u. a. Festival Casals de Puerto Rico, City of London Festival, Penderecki Festival in Warschau, Jerusalem International Chamber Music Festival, Tanglewood Music Festival, Ravinia Festival, Aspen Music Festival and School, Hollywood Bowl, Kammermusikfest Lockenhaus in Österreich sowie Gidon Kremers Festival Les Muséiques in Basel. Die Kronberg Academy widmete Claudio Bohórquez die zweite CD der Reihe „The Vision“, Debüt-CD mit den Dresdner Philharmonikern und Rafael Frühbeck de Burgos, CD-Aufnahme u. a. mit Pjotr Iljitsch Tschaikowskis Klaviertrio a-Moll, erste Rezital-CD 2006, Benefiz-CD mit dem Titel „Doha“ im Rahmen eines Improvisations-Meditations-Projekts für die Stupa des Shambhala Mountain Center in den Rocky Mountains/Colorado sowie Rundfunkaufnahmen und Fernsehauftritte. Zahlreiche Medienprojekte u. a. Mitwirkung als Cellist für den Soundtrack von Paul Englishby zum Film „Ten Minutes Older – The Cello“ und Installationsprojekt „Raum für Pablo Casals“ als Hommage an Pablo Casals mit dem Maler Klaus-Peter Kirchner. Claudio Bohórquez spielt ein Violoncello von Giovanni Battista Rogeri, das ihm von der Landeskreditbank Baden-Württemberg zur Verfügung gestellt wird. Von 2003 bis 2006 war er Gastprofessor an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin und ist zum Wintersemester 2009/10 erneut dorthin berufen worden.
Stand März 2011