Prof. Jörg-Peter Weigle

Prof. Jörg-Peter Weigle war von 1963 bis 1971 Mitglied des Leipziger Thomanerchores, während der letzten beiden Schuljahre zugleich Chorpräfekt. Von 1973 bis 1978 studierte er an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin bei Prof. Horst Förster (Dirigieren), Dietrich Knothe (Chorleitung) und Prof. Ruth Zechlin (Kontrapunkt). Seine Ausbildung vervollständigte Jörg-Peter Weigle durch die Teilnahme an Meisterkursen in Weimar und Wien. Von 1977 bis 1980 war er Dirigent am Staatlichen Sinfonieorchester Neubrandenburg; von 1980 bis 1988 leitete er den Rundfunkchor Leipzig (seit 1985 als Chefdirigent). Mit der Spielzeit 1986/87 wurde Jörg-Peter Weigle zum Chefdirigenten der Dresdner Philharmonie berufen. Er konzertierte in Europa, Südamerika und Japan. In künstlerischer Zusammenarbeit mit Harry Kupfer dirigierte Jörg-Peter Weigle an der Dresdner Semperoper Georg Friedrich Händels Oratorium "Belsazar" sowie "Antigone" von Georg Katzer an der Komischen Oper Berlin, wo er auch "Hoffmanns Erzählungen" und "Carmen" leitete. 1995-2002 war Jörg-Peter Weigle Chefdirigent und Künstlerischer Leiter der Stuttgarter Philharmoniker. Als Chordirigent arbeitete Jörg-Peter Weigle u.a. mit verschiedenen Rundfunkanstalten. So entstanden Produktionen mit dem Chor des Bayerischen Rundfunks von a-cappella Werken, Blachers "Großinquisitor" und der "Es-Dur Messe" von Franz Schubert, mit Chor und Orchester des NDR Hamburg Rossinis "Stabat mater" und Verdis "quattro pezzi sacri", mit der Radio-Philharmonie Hannover und dem NDR-Chor Max Bruchs "Die Glocke". 2000 leitete er zum ersten Mal ein a-capella-Konzert mit dem RIAS-Kammerchor. Seit August 2003 ist er Dirigent und Künstlerischer Leiter des Philharmonischen Chores Berlin. Im gleichen Jahr begann die regelmäßige Zusammenarbeit mit dem Barockorchester "Concerto Brandenburg". Neben den gemeinsamen Konzerten des Ensembles mit dem Philharmonischen Chor dirigierte Jörg-Peter Weigle ein Beethoven-Projekt mit allen neun Sinfonien und schloss dies mit einer Aufführung der „Missa solemnis“ (auf historischen Instrumenten) im Dezember 2007 ab. Aufnahmen auf Tonträgern dokumentieren sein künstlerisches Schaffen. Pädagogisch ist Jörg-Peter Weigle seit 1994 an der Hochschule für Musik "Carl-Maria von Weber" in Dresden als Leiter des Hochschulorchesters tätig. 1995 erhielt er dort eine Honorarprofessur. Zum Sommersemester 2001 wurde Jörg-Peter Weigle als Professor für Chordirigieren/Hochschulchor an die Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin berufen, wo er von April 2007 bis März 2008 Prorektor war und seit Sommersemester 2008 Rektor der Hochschule ist.